
Forsicht Freddy! Literatenschmiere, lebensechte Negerpuppen und schwarzer Humor in der Mohrenstraße oder, wie mich ein internationaler Pennerkongreß vom Hölzchen aufs Stöckchen brachte Eigentlich wollte ich diesmal über was ganz anderes schreiben — immerhin flattern mir dauernd mehr oder minder lebensnahe Themen durch den Kopf, und ich räkele mich oft auf meiner inneren Hängematte und greife nach dem Schmetterlingsnetz der Worte, um den einen oder anderen dieser knalligen Falter einzufangen und in meiner von Nabokov inspirierten Sammlung aufzuspießen: Geschichten kürzlicher Reisen nach Thailand und Kambodscha, Fidschi und Australien; Nachkatrinakatastrophenstories von einer Fahrt nach New Orleans im vorigen Winter; Traktate über unsere jüngste Teilkonvertierung von der Vielgötterei des Gesellschaftstanzes zum Monotheismus des argentinischen Tango, die bereits eine Pilgertour nach Buenos Aires inspirierte; Anekdoten von Wangenküßchen mit früheren First Ladies und transatlantische Vertällchen von jener bombastischen Queen, die in Hamburg Millionen fernwehleidiger Menschen an den Kai lockt; versponnene Prosa aus meiner jugendbewegten kölschen Vergangenheit und von meiner eher gemächlichen amerikanischen Konsumentenkarriere; Histörchen über den allgemeinen Schrecken und die besonderen Witze des Alterns; und last but not least der schillerndste aller Schmetterlinge, die Saga vom Jungbrunnen meiner mich selbst in Atem haltenden Stinkfaulheit. So schaukelte ich also mal wieder in meiner Hängematte, selbstzufrieden schmorend im eigenen Saft (und genüßlich am Salat gemischter Metaphern knabbernd), konnte mich nicht für dies oder jenes entscheiden bei der Themenfülle meines Lebens, verlor mich hingebungsvoll in den Ablenkungen des Internet und den vielen kleinen Unterbrechungen bei der Arbeit, die einem so köstlich die Zeit vertreiben — vor mir der Kalender, der mit der nächsten großen Reise nach Fernost lockt, hinter mir das Dinner mit einem befreundeten Hollywoodstar, der gerade in der Nähe unserer Kleinstadt seinen neuesten Film drehte und durch Hintertüren ins Restaurant geschleust werden mußte... Eine schöne Geschichte auch diese, denn obwohl wir uns so unauffällig wie möglich benahmen und seine Produktionsfirma im voraus dafür gesorgt hatte, ihn mit dem Rücken zu den anderen Gästen in eine Ecke zu plazieren, stolperten die Kellner über ihre eigenen Füße und servierten dem prominenten Gast — außer meiner Frau der einzige Schwarze im Lokal, selbst die Kellner waren alle weiß — aus lauter Nervosität Wodka statt Gin, und bald amüsierte ich mich damit, einem Typ im Geschäftsschlips, der einige Tische entfernt ganz ungeniert mit seinem Kamerahandy in unsere Richtung zielte, Fratzen zu schneiden. »Oh,« sagte eine elegant gewandete wildfremde Frau, der ein kosmetischer Chirurgiekünstler bereits das Lächeln in ein maskenhaftes Grinsen verzerrt hatte, zum Schauspieler und kniete vor ihm nieder, während er gerade seine Gabel zum Mund führte, »I love you. Darf ich Ihnen einen Kuß geben?« »Ein andermal«, erwiderte unser Freund mit Engelsgeduld, nachdem er ein paarmal gekaut und das Entenfleisch seinen Adamsapfel passiert hatte. »Tun Sie mir bitte den Gefallen und erheben sich, meine liebe Lady.« Während ihr die Feuerröte in die artifiziell gestrafften Wangen schoß, gehorchte sie verdutzt und starrte einen Moment wie vom Donner gerührt in unsere kleine Runde, bevor sie dem Oscarpreisträger mit blitzschneller Hand übers Lockenhaar fuhr und dann schnell davonstöckelte.
Ja, solche Geschichten gäb's zuhauf zu erzählen, voll von aberwitzigen Abenteuern und charmanten Alliterationen. Aber, ach — wenn nur die Literatur, statt lediglich selbstvergessene Worte tanzen zu lassen, nicht auch aus Fleisch und Blut bestünde, aus leibhaftigen Schriftstellern, die sich einerseits wie die Schrebergärtner und Rotarier bis zum menschmeierlichen e.V. vereinen und andererseits dem vor allem unter Nachbarn, Politikern, Familien, ganzen Stämmen und Staaten beliebten Kampfsport frönen, sich gegenseitig an die Gurgel zu fahren! Und deshalb singe ich heute einen Blues davon, wie der PEN-Club mir letzthin mal wieder mit neuen Spiränzchen sowohl das Lümmeln auf der faulen Haut als auch das Fabulieren vermieste. Glücklicherweise bewahrt mich meine Gabe zur Süffisanz davor, mir von Aberwitz und Knallchargen längerfristig die Laune verderben zu lassen.
Zwar ist schon ein bißchen Zeit verflossen, seit in Berlin der internationale PEN-Kongreß dem Taumel der Fußballweltmeisterschaft um zwei Wochen zuvorkam, aber die Konsequenzen einer Schmierenkomödie am Rande verfolgt uns weiterhin auf den Fersen. In einem früheren Artikel habe ich beschrieben, wie dem PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland — dem 1934 gegründeten Exil-PEN — in jüngerer Vergangenheit vor den Augen der feuilletonistischen Öffentlichkeit tatsächlich jener zweifelhafte Zaubertrick gelang, der vor zweitausend Jahren einem Magier im Morgenland von seinen Jüngern angedichtet wurde, als sie sich nicht damit abfinden konnten, daß er ein- für allemal abgemurkst worden war: die wundersame Wiederauferstehung. Trotz oder vielleicht gerade wegen der merkwürdigsten Widerstände hat dieses lange totgewünschte, totgeglaubte und totgesagte Zentrum in den letzten Monaten auf seinem bereits teilweise ausgehobenen Grab begeistert zu schwofen begonnen und sich dabei zu Aktivitäten und Mitgliederinitiativen aufgerafft, wie es sie wohl seit einem halben Jahrhundert kaum gegeben hatte (siehe unter www.exilpen.de ). Aus Trotz gegen Mächte, die sich höher dünkten, und aus Überzeugung, daß Hochmut nur dann vor dem Fall kommt, wenn dem Fall ein wenig nachgeholfen wird, hatte ich mich dazu breitschlagen lassen, zumindest für die Übergangsphase bis zur endgültigen Stabilisierung im Vorstand mitzumischen, und aus lauter Neugier nahm ich im Mai als Delegierter am internationalen PEN-Kongreß teil (auf eigene Kosten — die im vorigen Jahr völlig leergeplünderte Kasse konnte bisher nur mit den Notgroschen der diesjährigen Mitgliederbeiträge etwas aufgefüllt werden). Dieser unter der nicht gerade originellen Phrase »Schreiben in friedloser Welt« stehende Kongreß fand im Berliner Hilton in der Mohrenstraße statt, gegenüber vom Deutschen Dom am Gendarmenmarkt, und war der erste auf deutscher Scholle seit der Wiedervereinigung von West und Ost (und von West- und Ost-PEN — der letzte hatte vor zwei Jahrzehnten, 1986, Hamburg beehrt), und weil runde Jahre sich so schön zum Jubeln eignen, ist ein zusätzliches Hipp-hipp-hurra geboten, denn die Penner trafen sich zum erstenmal seit 1926 wieder in Berlin, ganz in der Nähe der damals wohl noch kaum erahnbaren Bücherverbrennung, bei der auch die Bücher der Gründungsmitglieder unseres PEN-Zentrums auf dem Scheiterhaufen landeten; seitdem ist die Spree viel Blut hinuntergeflossen. Zahlen, Zahlen: Der internationale PEN bestand zu Beginn des Kongresses aus 141 Mitgliedszentren in 99 Ländern, wozu am Ende fünf neue Zentren hinzugewählt wurden. Als Bonus bot der Kongreß für unser kleines doch feines Zentrum die Gelegenheit, zum erstenmal in seiner zweiundsiebzigjährigen Geschichte eine Versammlung innerhalb seines Sprachbereichs zu organisieren, an der immerhin etwa zwanzig Mitglieder aus Deutschland, Frankreich, Italien, Irland, Israel, Neuseeland, Schweden, der Schweiz und den USA teilnahmen. Anschließend lasen einige der Autoren in Rachel Salamanders Literaturhandlung auf der Joachimsthaler Straße aus der kürzlich erschienenen Anthologie zum siebzigsten Jubiläum des Zentrums, Offene Fragen, während draußen Berliner Schupos Wache schoben gegen die leider nicht ganz abwegige Gefahr von Skinheads und Hizbollah-Fans.
Organisatorisch lief beim Kongreß alles wie am Schnürchen, da sind die Deutschen immer noch Weltmeister; man konnte weder übers Frühstücksbuffet noch die restliche Verpflegung meckern. (Leider gab es allerdings keine Mohrenköpfe in der Mohrenstraße...) Der innerdeutsche PEN ließ sich als Gastgeber nicht lumpen, demonstrierte vielmehr den hunderten überwiegend männlicher Teilnehmer aus aller Herren Länder, daß in diesem zur Zeit von einer Dame regierten Land der kriminelle Held eines seiner berühmtesten poetischen Schlitzohren weiterhin recht behält, wenn er, frei nach Francois Villon, intoniert: »Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.« Beim Empfang im Kanzleramt (ein viel eleganterer und luftigerer Bau, als ich mir das nach dem Lesen einiger mißtrauischer architektonischer Überinterpretationen vorgestellt hatte) spiegelte sich die durch die großzügigen Fenster strahlende Sonne in Myriaden von Weingläsern, und Berge von Schonkost schmähenden Häppchen bemühten sich recht kompetent, dem Abendbrot zuvorzukommen. Angie war in bester Stimmung und schwang eine kulturlaunige Rede, und wenn die auch bei den meisten zum einen Ohr rein und zum anderen raus gegangen sein mochte, beeindruckte die Bundeskanzlerin durch die unprätentiöse Art, mit der sie sich anschließend unters Schreibervölkchen mischte. Not bad, auch wenn dieser Event nicht ganz mit dem großen Fressen mithalten konnte, das die Clintons vor der Jahrtausendwende bei einem Poesieabend im Weißen Haus inszenierten; bei dem hatte es statt wohlmeinender Reden richtige Gedichte gegeben, einige der besten, die tote amerikanische Dichter zu bieten hatten, gelesen vom First Couple und lebenden Dichtern und »Leuten aus dem Volk«. Ein denkwürdiger Abend, an dem mitten im Lewinsky-Sexskandal sogar Monicas Lieblingsdichter Walt Whitman zu Worte kam, ein Abend, der irgendwann seine eigene Story verdient und mich jetzt nun gerade beim Hölzchen-zum-Stöckchenspielen von den Berliner Pennerpossen abzulenken versucht... Zurück zum Kongreß: Eröffnet wurde der von Bundespräsident Horst Köhler und Altmeckermeister Günter Grass, wobei sich ersterer mit nicht unbedingt unwahren Platitüden, so wie sie einem relativ ehrlichen Politiker anstehen, harmlos hielt, während Grass versuchte, mit einer antiamerikanischen Tirade seinen alten Widersacher Ludwig Erhard aus dem Grab zu locken; vergebens, er wurde von keinen Pinscherrufen unterbrochen, stattdessen gab es eine stehende Ovation. (Ich drückte mich vor der unangenehm unisonen Publikumsbegeisterung, indem ich filmte.) Schöngeistig wortgewaltig war die Rede schon, wenn auch nicht ohne Klischees — und wie das so ist bei uns Dichtern und Denkern, leuchteten mir diejenigen seiner Argumente ein, die mir schon immer klar waren, während ich einfältige Vereinfachungen (à la: die Amis sind an allem schuld) kurzerhand als Hirnmüll entsorgte. Im großen und ganzen war mir das grassistische Poltern zu einseitig, aber da ich fast instinktiv zunächst dahin tendiere, mit Intellektuellen, die wider den Stachel löcken, nicht allzu hart ins Gericht zu gehen, regte ich mich über den Mangel an Nuancen nicht weiter auf, das würden schon andere für mich tun; außerdem war's olle Wolle, die mich daran erinnerte, wie ich Grass mal bei einem Abendessen in der westberliner Residenz des US-Botschafters erlebt hatte, damals, da waren wir alle noch beträchtlich jünger, zu Jerry Fords Zeiten, als die GIs in Vietnam endgültig den Schwanz einzogen. Mein Verbands- und Gewerkschaftsgenosse Günter (waren wir doch beide seit der Gründung im VS) hatte sich nach Leibeskräften bemüht, die Hand, die ihn an diesem Abend fütterte, zu beißen — wobei er nicht ganz unrecht hatte, Nixon hatte sich ja wirklich als krimineller Schlawiner entlarvt, die CIA war reichlich über Gesetzesstränge geschlagen… Ein paar Iota zu selbstgerecht trumpfte Grass allerdings auf, und mit aggressiven Simplifizierungen provozierte er den Ehrengast des Dinners, den nicht minder den eitlen Hahn herausputzenden polnisch-amerikanischen Romancier Jerzy Kosinski, zu hitziger Verteidigung seiner Wahlheimat. (Kosinski, mit The Painted Bird Autor einer der besten fiktiven Horrorschilderungen des Zweiten Weltkriegs, beging 1991 Selbstmord, wenige Tage, nachdem ich ihn — zum erstenmal seit dem Berliner Dinner — anläßlich einer Benefizveranstaltung des amerikanischen PEN in New York wiedergesehen hatte. But don't blame me!) Wie wir heute wissen, stand beiden ihre Selbstgerechtigkeit schlecht an; Kosinski blamierte sich später als pathologischer Lügner, und Grass enthüllte kürzlich seine lange verschwiegene Pimpfenzeit bei der Waffen-SS — womit ich nicht sagen will, daß Heuchelei der Verfasser unbedingt den Wert ihrer literarischen Werke schmälert; Lügen gehört schließlich zum belletristischen Handwerk.
Hüpfen wir vom Stöckchen wieder zurück aufs Hölzchen, aber gemächlich: Ich habe hier kein Hühnchen mit Günter Grass zu rupfen, oder ich müßte zunächst mal reminiszieren, wie ich ihm vor über dreißig Jahren in seiner Friedenauer Wohnung erfolglos vorschlug, sich von der linksliberalen Koalition, die ich damals vertrat, für das Amt des VS-Vorsitzenden nominieren zu lassen, während der passionierte Zwiebelenthäuter eine Suppe abschmeckte — ein Hühnersüppchen, so rufe ich mir ins Gedächtnis, aber das kann falsch sein; vielleicht war's eine toskanische Steinpilzsuppe, oder sonstwas… Komisch, über drei Jahrzehnte ist das her, damals liefen die Jungen noch Sturm gegen Verknöcherung, auch wir jungen und jüngeren Schriftsteller; beim PEN-Kongreß dagegen sah ich in diesem aufgemotzten und hergeputzten, diesem so forsch sich über dem alten Ramsch erhebenden Berlin viel mehr bemooste, Doppelfalten werfende Visagen als frische Gesichter; und unter den ausländischen Delegierten schien es noch heftiger an Jugend oder wenigstens Fast-noch-Jugend zu mangeln. Wo sind die neuen Generationen? Haben wir ihnen mit unseren fetten Wänsten die Türen versperrt, oder ist ihnen unser geriatrisches Gejammere so auf den Keks gegangen, daß sie einen Dreck mit uns zu tun haben wollen?
Ich möchte mich hier allerdings nicht hauptsächlich dem Kongreß an sich widmen — da lassen sich im Nachhinein leicht die verschiedensten Berichte googlen und Interpretationen widerkäuen. Zwei subjektivere Kongreßerfahrungen, die nicht in der Presse erschienen, behaupten sich für mich im Vordergrund, weil sie sich auf der Bühne intellektuellen Diskurses als kleine Schmierenkomödien darstellen. Beide demaskieren in unfreiwilligen Hauptrollen die Laiendarsteller, die zur Zeit in der Londoner Zentrale des internationalen PEN das Sagen haben und dabei sind, sich immer mehr Macht unter den Nagel zu reißen.
Welcherart Leuchten das Londoner Firmament erhellen, durfte meine Frau schon am Vorabend der Kongreßeröffnung am eigenen Leib erfahren — in einer Posse, deren Fortsetzungen uns mehrere Tage lang nicht aus dem Staunen brachten. Zu diesem Trauerlustspiel öffnete sich rauschend der Vorhang, als wir uns an der Tür eines der Busse anstellten, die die ganze multinationale PEN-Gesellschaft zum Empfang des Regierenden Bürgermeisters Wowereit im Roten Rathaus bringen sollte. Wir waren alle mit klar gedruckten Schildchen an der Brust ausstaffiert, auf denen unter unseren Namen das jeweilige Zentrum benannt war — bei meiner Frau hieß das »PEN American Center«, bei mir »PEN Centre of German-Speaking Writers Abroad«. Denn an ihren Namensschildern sollt ihr sie erkennen... Ich erkannte daran gleich den graubärtigen Mann neben mir; es war Peter Firkin, der Londoner Zentrenkoordinator, mit dem ich wegen der unserem Zentrum von seiner früheren Präsidentin eingebrockten dicken Suppe mehrmals korrespondiert hatte. Ich berührte ihn leicht mit der Hand am Oberarm; »Hi, ich bin Fred Viebahn, endlich lernt man sich kennen«, sagte ich klar und deutlich in meinem amerikanischen Englisch, wies auf meine Frau und und wollte sie ebenfalls vorstellen. Aber dazu kam ich nicht, denn er schenkte mir überhaupt keine Aufmerksamkeit, hatte mir offenbar auch nicht zugehört. Er hatte nur Augen für Rita, sah sie aufgeregt an, um sich mit leichter Verbeugung an sie zu wenden, mich weiterhin keines Blickes und keines einzigen Wortes würdigend: »Ich bin sehr froh und geehrt, daß Sie hier sind! Willkommen!« Im Bus setzte er sich hinter uns, tippte Rita strahlend auf die Schulter: »Morgen erkläre ich Ihnen alles. Scheuen Sie sich nicht, mich zu fragen. Ich bin jederzeit für Sie da!« Hmm — im April waren zwar zwei große lobende Besprechungen der britischen Ausgabe von Ritas neuestem Gedichtband in der Londoner Presse erschienen (im Times Literary Supplement und im Guardian), aber solch Überschwang ihr gegenüber (bei gleichzeitiger Despektierlichkeit meiner Wenigkeit) gab uns Rätsel auf.
Am nächsten Tag sah Rita Firkin nur von weitem; er winkte ihr bei der Eröffnungsfeier freundlich zu. »Er mag hübsche Frauen«, sagte ich, »vielleicht war er voriges Jahr beim Kongreß in Bled von Aliana Brodmann Ebermayer von Richthofen ähnlich angetan, was in dem Schlamassel für unser Zentrum bestimmt nicht hilfreich gewesen wäre.« — »Quatsch«, sagte Rita nachdenklich. Das Rätsel löste sich am übernächsten Tag — einem Tag, dessen geschichtliche Bedeutung vor allem darin bestand, daß an der Stelle des ehemaligen Kaufhaus Centrum am Alexanderplatz, wo wir in den Achtzigern zwei »Negerpuppen« mit erstaunlich lebensechten Gesichtszügen für unsere Tochter gekauft hatten, der »größte und schönste Kaufhof Europas« eröffnet wurde. (Ob's noch größere und schönere Kaufhöfe außerhalb Europas gibt? In Schanghai vielleicht? In Kapstadt kenne ich nur eine prächtige Mall mit Country & Western-Motiven.) Nach einem erfolgreichen Einkaufsbummel durch die frische, zur Feier des Tages diskontierte Konsumgüterpracht kehrte Rita zurück in die Mohrenstraße (so genannt, weil Friedrich Wilhelm der Erste von Preußen hier um 1700 Afrikaner einquartierte, die er zu Musikern für seine Regimenter ausbilden ließ), um ein bißchen Pennerluft zu schnuppern; als ehemalige Präsidentin der größten amerikanischen Autorenvereinigung, der »AWP-Associated Writing Programs« (die Organisation der an US-Unis so populären kreativen Schreibprogramme), war sie neugierig, wie das beim PEN so läuft, außerdem stand ihre allerdings nicht anwesende Freundin Toni Morrison für die Zuwahl als Vizepräsidentin an — »damit es beim nächsten Kongreß wenigstens ein schwarzes Gesicht im Vorstand gibt«, sagte Rita nur halb im Scherz, denn der nächste Kongreß findet im Juli 2007 in Dakar, Senegal statt. Kaum hatte Rita die Delegiertenversammlung betreten und wollte sich hinten unters Publikum mischen (nur Delegierte durften von ihren nach Zentren alphabetisch gereihten Tischen reden, während die Versammlung allen anderen angemeldeten PEN-Mitgliedern nur zum Zuhören offenstand), da widmete sich der am Eingang wachende Herr Firkin ihr beflissen. »Please — setzen Sie sich ruhig schon an Ihren Tisch«, flüsterte er. »Sie können zwar noch nicht mit abstimmen, aber da kein Zweifel besteht, daß Sie zugewählt werden, gewöhnen Sie sich schon mal ruhig daran.« Er wies auf einen neben den Kabinen der Simultandolmetscher aufgestellten leeren Tisch. »Jamaica«, stand auf dem Schild.
Rita drehte Firkin den Rücken und verließ den Saal wieder; auf diesen starken Tobak, diese unerwartete Lösung des Rätsels brauchte sie erstmal einen Kaffee. Wenn schon in seinen Augen alle Schwarzen sich zum Verwechseln ähnlich sahen, hätte man von ihm als Angestellten eines Schriftstellerverbandes nicht wenigstens erwarten können, daß er sich die Mühe machte, Namensschilder zu lesen, um nicht Opfer voreiliger Schlüsse zu werden? Von nun an ging Rita ihm aus dem Weg, um nicht der Versuchung zu erliegen, ihm eine Watschen zu verpassen. »Hab Mitleid«, witzelte ich, »vielleicht traut er sich nur nicht, Frauen auf die Brust zu schauen.« Doch dann, an den beiden letzten Tagen des Kongresses, ging Firkin plötzlich Rita aus dem Weg; seine Augen huschten nur noch kurz zu ihr, er tat, als nähme er sie nicht wahr. Am Tisch Jamaicas hatte inzwischen, nach der Zuwahl, eine karibische Schönheit Platz genommen, die meiner Frau etwa so ähnlich sah wie ein Eskimo; zwar ist beider Hautfarbe »schwarz«, aber man würde Sizilianerinnen wohl auch kaum mit Schwedinnen und Tatarinnen verwechseln. Es dürfte nicht allzu erstaunlich sein, daß ich nach dreißig Jahren in den USA, nach drei Jahrzehnten mit einer afroamerikanischen Frau eine gewisse Sensibilität für Rassismus selbst der leichtgewichtigeren oder der »gutwilligen« Sorte entwickelt habe; ich glaube nicht, daß ich darin überempfindlich bin — nur besonders aufmerksam und schlußfolgernd. In diesem Sinne ging mir übrigens beim PEN-Kongreß nicht nur der dusslige Übereifer des Mr. Firkin auf den Nerv. Zwar wurde Toni Morrison in Abwesenheit und ohne Gegenkandidaten einstimmig zur neuen Vizepräsidentin gewählt (eine weitgehend zeremonielle Position, für die sich der PEN gerne Nobelpreisträger aussucht), aber bei den Wahlen für den eigentlichen Arbeitsvorstand schmetterte die Bleichgesichtermehrheit den einzigen afrikanischen Kandidaten, den umgänglichen Mike Butscher aus Sierra Leone, kalt ab. (Ich machte zwar vor der Abstimmung von meinem Rederecht als Delegierter Gebrauch und wies, für Butschers Wahl plädierend, darauf hin, daß der Vorstand in seiner ethnischen Zusammensetzung nicht gerade repräsentativ und weltoffen aussieht — aber was kümmert das die Hinterzimmerallianzen, bei denen eine Hand die andere wäscht.) Ich freue mich schon auf Dakar — wenn ich bis dahin nicht wegen Nestbeschmutzung aus dem PEN bugsiert worden bin...
Es ist schon erstaunlich, wie einem manchmal die Gelegenheiten, menschliche Dummheit und Hybris aufzudecken, auf goldenem Tablett serviert werden. Ein noch bezaubernderes Erlebnis als das mit der Jamaica-Verwechslung bescherten mir — vom journalistischen Standpunkt aus gesehen — Firkin und seine Bosse von der Londoner Zentrale im Zusammenhang mit »meinem« PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland. Drei Jahrzehnte hatte ich mich erfolgreich vor institutionellen Verwicklungen gedrückt, seit ich im Januar 1976 hauptsächlich wegen meines hochnäsigen Widerstandes gegen Verbandsräson bei der Wahl zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Verbandes deutscher Schriftsteller einer Mehrheit mir zürnender Landesdelegierter unterlag und nicht in den Vorstand, dem ich seit 1974 als Beisitzer angehört hatte, wiedergewählt wurde (a long story — vielleicht erzähle ich sie später mal aus meiner Sicht). Ich hatte da bereits meine politische »Karriere« in der SPD und bei den Jusos in den Wind geschlagen, und nun segelte ich vollends ungebunden mit den wundersamen Böen, die mir das Schicksal bot, in neue Gefilde. Ich verheiratete mich in den USA, zog eine Tochter auf, wurde U.S.-Bürger und hatte bei dem allen so unverschämt viel Spaß, daß ich kaum merkte, wie ich auf dem Surfbrett meiner strauchelnden Generation die Stromschnellen des Lebens runterflitzte. Und dann, auf einmal, vor gut einem Jahr, fand ich mich fast unfreiwillig kreiselnd in den unerwarteten Strudeln eines Vereins, dem ich vor langer Zeit mehr aus Solidarität mit der Vergangenheit der vielen damals noch lebenden deutschsprachigen Exilautoren und aus Protest gegen ihre Mißachtung im westdeutschen Literaturbetrieb beigetreten war denn aus institutionellem Engagement. Die jüngste Geschichte des Exil-PEN dürfte manchen Lesern meiner »Forsicht Freddy«-Kolumne inzwischen sattsam bekannt sein. Wegen vieler Nachfragen und auch, um falschen Gerüchten entgegenzuwirken, hatten wir einen Abriß dieser Geschichte auf unserer Website veröffentlicht. Diese sich strikt auf beweisbare Tatsachen beziehende Chronik fiel aus einleuchtenden Gründen reichlich wortreich und penibel aus, wollten wir sie doch hieb- und stichfest machen, ohne Löcher für falsche Spekulationen und ohne griffige Angriffspunkte für Klagewüteriche. Da auf Wahrheit erpichten Intellektuellen egal welcher Couleur das kleinbürgerliche Konzept fremd sein sollte, sogenannte Nestbeschmutzung auf Teufel komm raus zu vermeiden, sorgten wir uns nicht um solche Bedenken — außerdem war von uns unser Nest gar nicht beschmutzt worden, wir kehrten den Dreck nur hervor, der uns zum Keuchen gebracht hatte, sodaß er allgemein zum Vorschein kam als das, was er war: Dreck eben.
Am Abend nach dem Kanzleramtsempfang trafen sich die beim Kongreß anwesenden sechs Vorstandsmitglieder unseres PEN-Zentrums in der Hilton-Lobby zu einer Sitzung. Wir waren gerade dabei, sie bei einem Gläschen Grappa oder wasimmer zu beenden, als zwei offizielle Damen der Londoner Zentrale zu uns an den Tisch traten. Geschäftsführerin Caroline McCormick und Vorstandssekretärin Joanne Leedom-Ackerman eröffneten uns, sie hätten soeben auf ihrem BlackBerry eine Email von Aliana Brodmann von Richthofen erhalten, in der sie verlangte, daß wir sofort die »Verleumdungen« gegen sie von unserer Website nähmen und uns gleichzeitig bei ihr offiziell dafür entschuldigten, anderenfalls würde sie uns wegen übler Nachrede verklagen. Aha, sagten wir, war also vielleicht doch was dran an dem, was uns mehrere Kollegen befreundeter Zentren früher am Tag berichtet hatten, als sie meinten, sie hätten den Gatten unserer im vorigen Jahr wegen Veruntreuung der Verbandskasse in Schimpf und Schande gechassten ehemaligen Präsidentin ums Hilton herumscharwenzeln sehen; nicht ganz unwahrscheinlich, daß die inzwischen von der deutschen Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts gesuchte Dame, von der leider jedoch bisher kein deutscher Wohnsitz ausfindig zu machen ist, aus wenigen Metern Entfernung ihre Drohung abfeuerte. Vielleicht lag sie gar mit einem Fernglas auf der Lauer? Vergebens ließ ich meine Blicke durch die Hotelhalle schweifen.
»Also«, sagten Caroline McCormick und Joanne Leedom-Ackerman, »wir möchten, daß Sie dieser Aufforderung sofort Folge leisten!« Wie bitte? Kommt überhaupt nicht in Frage, sagten wir, erstens handelt es sich nicht um Verleumdung, sondern Darstellung von beweisbaren Tatsachen, und zweitens könnte uns Frau Brodmanns Klageversuch durchaus gelegen kommen, weil dann sowohl die Staatsanwaltschaft als auch unser Anwalt endlich einen Anhaltspunkt sowohl für ihre straf- wie zivilrechtliche Verfolgung hätten. Frau McCormick wurde heftig und verfiel in einen ziemlich lauten Befehlston. »Wir erwarten von Ihnen, daß Sie dieser Aufforderung Folge leisten, um weiteren Schaden von Ihnen und vom internationalen PEN abzuwenden!«
Mir platzte der Kragen. »Kennen Sie überhaupt den Text, auf den sich Frau Brodmann bezieht?« Die beiden Damen gaben zu, den Text nicht zu kennen, aber man könne es sich nicht leisten... Und in spitzem Ton fügte Frau McCormick hinzu, unser Zentrum hätte dem internationalen PEN schon mehr als genug Ärger bereitet, jetzt müsse damit Schluß sein. Nun war es an uns, sauer zu werden. Solche Faktenverdrehung schlug dem Faß den Boden aus; kategorisch lehnten wir den unverfrorenen Zensurversuch durch die zwei Apparatschiks ab. Hatte nicht gerade das Londoner Büro des internationalen PEN im vorigen Jahr durch seine feige Appeasementstrategie gegenüber Aliana Brodmann unsere Zeit und unsere Resourcen verschwendet? Und wurde uns dabei paradoxerweise nicht immer wieder, wann immer wir diese Berufslobbyisten von Autoreninteressen aufforderten, uns beizustehen, an den Kopf geworfen, es sei nicht Aufgabe der Zentrale, sich in die inneren Angelegenheiten der einzelnen Zentren einzumischen?
Aber es sollte noch besser kommen. Knapp zwei Monate später, am 18. Juli, erreichte uns folgender von den beiden Damen unterschriebener Brief, übermittelt von Freund Firkin: »Wir haben nun Gelegenheit gehabt, auf der Website der deutschsprachigen Autoren im Ausland die Schilderung mit Bezug auf die neuere Geschichte der Vorstandswahlen und der Beziehung zu Aliana zu lesen. Der Vorstand des Internationalen PEN rät Ihnen dringend, diesen Kommentar von der Website zu entfernen. Der Kommentar ist sicher nun von Ihren Mitgliedern gelesen worden. Für jeden, der kein Mitglied ist, bewirkt diese Wiedergabe, daß das Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland sehr unprofessionell aussieht, total auf sich selbst bezogen, und nicht die Werte oder die Mission des PEN reflektiert.« Diese Unverschämtheit der beiden Funktionäre konnte von uns nicht gleich beantwortet werden, da sich wegen Urlaubsreisen und dringenden »Do Not Disturb!«-Anweisungen bis zur nächsten Sitzung unseres Vorstands im September keine beschlußfähige Mehrheit findet. Wenn's nach mir ginge, gäbe es überhaupt keine Antwort auf diesen frechen Einmischungsversuch in unsere inneren Angelegenheiten, oder höchstens eine ganz knappe, im schönsten Internationalesisch, das sogar Richard Nixon beherrschte, den ich sonst ungern zitiere: Fuck you! Aber solche Nestbeschmutzung verstieße wohl gegen die Anstandsregeln des internationalen PEN und würde von den Möchtegernzensoren der Zentrale vielleicht zum Anlaß der Inszenierung unseres Rauswurfs genommen. Welch erbärmliches Trauerspiel, wenn dieselben Leute, die sich nach außen in forschem Schattenboxen gegen alle möglichen kritikallergischen Philister und totalitär gesinnten Machthaber üben, ihr angeblich heiligstes Gut, die Freiheit des Wortes, nach innen mit Füßen trampeln und sich dabei Urteile anmaßen, die ihnen in ihrer offiziellen administrativen Funktion nicht zustehen. Sollte allerdings ein nicht nur von Funktionären, sondern von unseren Schriftstellerkollegen im internationalen PEN-Vorstand unter seinem doch eigentlich vernünftigen Präsidenten Jiri Grusa mehrheitlich beschlossenes ähnliches Schreiben folgen, könnte man einige grundsätzliche Fragen stellen — z.B., warum eine wahrheitsgemäße Chronik nicht »die Werte oder die Mission des PEN reflektiert.« Oder warum ein Zentrum »sehr unprofessionell« und »total auf sich bezogen« aussieht, dessen Website professioneller gemacht ist als die der Londoner Zentrale, voll von Literatur, kulturellen Diskussionen und zeitgeschichtlichen Dokumenten, unter denen die beanstandete Chronik nur einen kleinen Teil an nicht besonders prominenter Stelle ausmacht. Ich habe jedoch meine Zweifel, daß den Schriftstellerkollegen im PEN-Vorstand so eine Anmaßung einfallen würde, glaube vielmehr, daß es die Idee der Londoner Berufsopportunisten war, allen voran die seit einem Jahr regierende, nicht gerade von übermäßiger Erfahrung triefende Geschäftsführerin McCormick, die wenig mit Literatur am Hut hat, sondern, wie sie in Berlin klarmachte, mit Büroeffizienz und Fundraising brillieren möchte. Unter ihrer Führung soll der internationale PEN nach über achtzig Jahren seines Bestehens als eine lockere internationale Organisation noch in diesem Sommer in Großbritannien als gemeinnütziger Verein registriert werden; wie sie Zweiflern in Berlin emphatisch versicherte, bringe solch organisatorische Etablierung nur Vorteile und überhaupt keine Nachteile mit sich, und auf die Geschäfte und die Unabhängigkeit der individuellen Zentren habe es keinerlei Einfluß.
Ach — wirklich? Really? Und was hat dann der folgende Brief zu bedeuten? Nachdem den Damen McCormick und Leedom-Ackerman und dem Herrn Firkin von uns mitgeteilt worden war, daß man sich bis September gedulden möge, ließen die Londoner Bürokraten in einem weiteren Schreiben — diesmal abgezeichnet von McCormick und Firkin — am 27. Juli die eigentliche Katze aus dem Sack: »Wir verstehen Ihre Schwierigkeiten, eine solche Verzögerung ist jedoch problematisch für uns. Wie Sie von den Diskussionen in Berlin wissen, ersuchen wir die Registrierung als Charity im Vereinigten Königreich. Dieser Vorgang könnte verzögert werden, sollte es signifikante ungelöste Probleme in Bezug auf Aktionen eines Mitgliedszentrums geben. ... Wir hoffen, daß Sie ... die Stellungnahme innerhalb der nächsten zwei Wochen von Ihrer Website entfernen können.« Na, wenn das keinen mit englischen Rechtsverhältnissen seltsam begründeten (bzw. unbegründeten) Eingriff in die inneren Angelegenheiten eines Zentrums konstituiert und damit einen Angriff auf die Meinungs- und Ausdrucksfreiheit? Und straft es nicht das Riesengetöne von Berlin Lügen, daß die von McCormick inszenierten institutionellen Änderungen in der Londoner Zentrale keinen Einfluß — und schon gar keinen negativen — auf die mittlerweile 147 Mitgliedszentren in 102 Ländern haben werden? Und wo — man wird ja wohl fragen dürfen — steckt der Sinn in dieser trüben Sache? Ob das jamaikanische PEN-Zentrum wohl ahnt, daß dieser Weltverband, der es in Berlin so herzlich aufnahm, daß diese angebliche Bastion der Unabhängigkeit des Wortes vielleicht gerade dabei ist, ohne Not seine Stellung als demokratisches Clearinghouse und Wächter der Freiheit für Schriftsteller aus aller Welt zu gefährden, die sie soviele Jahre lang erfolgreich einnahm, um zu einem überheblichen, zentralistisch motivierten autokratischen Moloch zu mutieren, der bereit ist, die Integrität einzelner Mitgliedszentren auf dem Altar effizienter Kapitalaufstockung zu opfern? Sollten der internationale Vorstand (so er noch nicht ausmanövriert ist) oder der nächste Kongreß in Senegal (so ihm auf dem Weg von der Mohrenstraße nach Schwarzafrika dazu noch die Autorität verbleibt) dieser Usurpation der internationalen PEN-Organisation keinen Riegel vorschieben, sehe ich schwarz — wobei es diesmal allerdings nichts mit Hautfarbe zu tun hätte.
Copyright © 2005 Fred Viebahn
Quelle: http://www.henryk-broder.de/forsicht_freddy/penner.html |
|||||||||||||||
|
Artikelübersicht |
|
Das Blog | Tagebuch | Schmock der Woche | Foto des Tages | Forsicht Freddy! | Fremde Federn | Audio | Bücher | Galerie | Links | Kontakt | Impressum | Sitemap · Letzte Aktualisierung: 14.8.2006 · Copyright © 2005 Henryk M. Broder · Diese Seite ist optimiert für die aktuellen Versionen von Internet Explorer, Netscape oder Firefox · Empfohlene Bildschirmauflösung 1024x768 Pixel