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Der Krieg als Wichsvorlage
Seit zwei Wochen ist die Friedensbewegung wieder da, eine breite Koalition
der nationalen Einheit von Horst Mahler bis Günter Grass. Es geht um
nichts weniger als darum, den 3. Weltkrieg zu verhindern, einen
"archaischen Kreuzzug gegen das Böse" (taz) zu stoppen, noch ehe er
begonnen hat. Man muss lange in der Geschichte der Menschheit nach einem
Beispiel suchen, da ein Volk nach einem Anschlag, bei dem Tausende von
Menschen vom Leben zum Tode befördert wurden, ruhig und würdevoll
trauert, während ein anderes Volk, das seine eigene Geschichte vergessen
hat, auf die Straße geht, um gegen "Rache" und "Vergeltung" zu
demonstrieren, damit es nicht zu einer "Eskalation der Gewalt" kommt.
Deutschland, einig Flatterland, fordert die Opfer zur Mäßigung auf und
zeigt Verständnis für die Täter: "Wer Hunger und Not sät, wird Terror
ernten." - Nur mal angefragt: Wie hätte die Ernte aussehen müssen, wenn
diese Regel nach 1945 auf Deutschland angewandt worden wäre? Es scheint,
als hätten die Alliierten die Falschen befreit. Der Crash Of Civilizations
findet nicht in den USA und nicht in Afghanistan, sondern auf deutschem
Boden statt. Bilder einer Friedensdemo in Berlin vom 22. September 2oo1.
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