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Herr V. läuft Amok und Frau B. hat ein Problem
Wenn mir ein Buch nicht gefällt, klappe ich es nach
ein paar Seiten zu. Langweilt mich ein Film, verlasse
ich das Kino. Und als Klaus Bednarz noch "Monitor"
moderierte, schaute ich immer rechtzeitig ins
Programm, damit ich nicht mal beim Zappen auf den Mann
mit dem gemusterten Pullover stieß. Niemand muss etwas
lesen, sehen oder hören, das ihm die Laune vernagelt.
Oder doch? Meine Fans tun es. Sie liegen auf der
Lauer, um kein Wort von mir zu verpassen, wälzen sich
dann in der eigenen Wut und teilen mir anschließend
mit, wie sehr sie leiden mussten, wie sehr sie das
verachten, was ich mache und wie sehr sie sich
wünschen, dass ich aufhöre, sie zu nerven. Das Publikum
hat es gut, es kann sich seine Dichter aussuchen, sagt
Hanns-Dieter Hüsch, umgekehrt wird es schwierig.
Warum läuft Herr Vogel aus Regensburg Amok und geilt
sich an der Phantasie auf, was er machen würde, wenn
er mich in sein Büro bestellen könnte? Ich weiß es
nicht, aber sein Brief hat mir gut gefallen.
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Hochmut...
kommt vor dem Fall.
Aber davon haben Sie keine Ahnung.
Es macht Spaß, Ihnen beim Fallen zuzuschauen. Bei Maischberger sind Sie
verdammt hart am Boden gelandet. Furchtbarer Auftritt!
Haben Ihre Chefs beim Spiegel bestimmt mitverfolgt.
Hätte ich die Möglichkeit, würde ich Sie in mein Büro zitieren, ein
Megaphon aufstellen und Sie einmal minutenlang brutalst möglich anbrüllen.
Einfach so.
Danach würde ich Sie mit Häme überschütten und dann hochkant
rausschmeißen. Natürlich würde ich Ihnen auch noch ihre bekloppte
USA-Flagge abreissen. Sie Verräter!
Absender: Herwig Vogel
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Frau Bröster, die ich ebenso wie Herrn Vogel nicht
kenne, macht sich Sorgen um meine Gesundheit und
überlegt sich, ob ich schwul bin. Ich hingegen will
gar nicht wissen, ob Frau Bröster beim
Winterschluss-verkauf in einer Drehtür stecken geblieben
ist und seitdem um Hilfe schreit. Sie hat ein Problem,
und es ist nicht nur die Grammatik.
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Arrogantes Arsch
Herr Broder,
Sie sind eine der widerwärtigsten Erscheinungen, die ich bisher im TV
erlauben musste. Kommt das von zu vielem Trinken, wie es bei Rezzo der
Fall ist?
Ständig um Aufmerksamkeit und Bestätigung bei Maischberger gehascht und so
dermaßen aufs Glatteis gefallen.
Mich freut es, dass abgehalfterte Pseudolinke wie Sie durch das TV die
Möglichkeit bekommen, sich selbst vor Publikum zu blamieren.
Spricht nicht unbedingt für den Spiegel, wenn Sie solche "Loser" wie Sie
noch beschäftigt. Aber ok, unwichtige und belanglose Artikel im Feuilleton
können auch von sozialer Güte des Spiegel sprechen. Oder was soll denn die
Story mit der Wahrsagerin und Gysi? Hi hi.
Als Frau muss ich sagen, dass Du ein extrem hässliches Exemplar bist. Ich
hoffe mal, dass Deine Frau - wenn Du nicht schwul bist, da bin ich mir
nicht so sicher - nicht allzu oft geworfen hat. Genetischer Müll ist nicht
unbedingt meine Vorliebe, verstehst Du!?!
Dass eine Dumpfbacke wie Du stolz ist, Deutscher zu sein, wie Du es auf
einem Foto demonstrierst und gleichzeitig ständig über Deutschland und die
Deutschen so derart herablässig und menschenverachtend redest, zeugt von
skrupellosem Opportunismus.
Hab mir aber ständig gedacht: lang machts dieser Broder nicht mehr, der
schaut schon verdammt nach Herzinfarkt oder einem Schlagerl aus. Ich kann
mich ja irren.
Absender: Sabine Bröster
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Ein Dipl. Soz. aus München (diplomierter
Sozialdemokrat, diplomierter Sozialist, diplomierter
Sozialarbeiter?) schreibt mir einen Brief, in dem er
den großen Bogen von Rumsfeld zu Karl Kraus und von
Clinton zu Kroetz schlägt. Warum vergeudet der Mann
seine Zeit mit mir, statt bei Jauch Millionär zu
werden?
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Dipl. Soz. Franz Josef Piwonka,
München, den 20. Februar 2002
Sehr geehrter Herr Broder,
neulich sah ich Sie im Nachtstudio über das Thema der Pornographisierung reden.
Übersehen habe ich nicht, dass an Ihrem Jackett eine Plakette mit der amerikanischen
Fahne angebracht war. Ich gehe davon aus, dass die Sittenverwilderung in den USA
noch nicht so weit gediehen ist, da hier das gesellschaftliche Leben in noch weit
größerem Maße von den unverrückbar religiösen Grundsätzen durchdrungen ist.
Vorbildhaft hierfür ist Rumsfeld, der seiner Frau sogar am Hochzeitstag den Tanz
verweigerte, um sie nicht zu erotisieren. Vorbildlich werden amerikanische Kinder
von drei Jahren in gläubigen Familien über das Sexualleben von Clinton zur
Abschreckung aufgeklärt und über den "Lernstoff" abgefragt. Und die regieren jetzt
wieder Amerika. Aber das nur nebenbei.
Das für mich Erstaunliche war, dass ich Sie seit 20 Jahren das erste Mal im Fernsehen
lachen gesehen habe, wenn es auch etwas gequält wirkte. Wenn man in Rechnung stellt,
in welchem Ausmaß Sie von den gesellschaftlichen Problemen und vor allen den Linken
seit Jahrzehnten gequält werden, ist der erste Lachansatz eine großartige Leistung,
wenngleich hinzugefügt werden muss, dass Sie leider nicht an der Spitze der
Spontibewegung stehen, denn Schily hat bereits vor Ihnen schon einmal gelacht. Aber
ich mache Ihnen den Vorschlag, zusammen mit Schily und Drewermann eine
Nichtlachmännerselbsterfahrungsgruppe zu gründen, da der Zusammenschluss von Menschen
mit gleichen Defiziten eine große Hilfe darstellen kann. Es kann eine bereichernde
Erfahrung sein, dass man beim Nichtlachen nicht allein ist.
Ich habe zum letzten Mal mit 23 Jahren eine Anstecknadel getragen, weil ich mir als
Bekenntnisträger einfach zu schade war. Kroetz wäre nie Kommunist geworden, wenn nicht
seine Mutter zu ihm gesagt hätte, er sei dazu nicht in der Lage. Und Sie haben sich
aus Trotz ob des linken Antisemitismus in ein politisches Paradigma á la Stoiber
geflüchtet. Entsprechend mit infantilem Trotz und Stolz haben Sie Maischberger Ihre
Plakette präsentiert. Was Ihnen jetzt aber noch fehlt, ist eine weitere Plakette an
Ihrem Revers mit der Aufschrift: "Jesus lebt." Das würde Sie nach Karl Kraus perfekt
machen, der sagte: "Zur Vollkommenheit fehlte ihm nur noch ein Mangel," den man Ihnen,
wie dargelegt, ja nun wirklich nicht absprechen kann.
Mit freundlichen Grüßen,
Franz Piwonka
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Und dann gibt es noch die lieben Menschen, die vor
allem darunter leiden, dass die Israelis die
Palästinenser so schlecht behandeln. Sie kündigen den
Juden die Freundschaft und teilen es mir mit. Dabei
ist für die Annahme solcher Kündigungen, bei denen
wie bei jedem Abo eine vierwöchige Frist eingehalten
werden muss, Paul Spiegel zuständig. Wer es sich
überlegt und die Kündigung zurück nimmt, bekommt als
Prämie ein Exemplar von Paul Spiegels Memoiren
("Wieder zu Hause?") zugeschickt. Auch Frau oder Herr
von Faltin aus Bad Reichenhall erhält so noch eine
zweite Chance.
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Palästinenser
Als ehemaliger Freund Israels bin ich erschüttert, mit welch brutaler
Gewalt die Israelis gegen ein besetztes Volk vorgehen. Das hat nichts mehr
mit Selbstverteidigung zu tun.
Sie machen heutzutage das gleiche, wie die Nazis im Warschauer Ghetto.
Zur Klarstellung:
ISRAEL ist Besatzungsmacht, nicht die Palästinenser!!!!
Israel hält sich nicht an die UN-Resolutionen!
Durch die rechtsextremistische Gewalt A. Sharons verlieren sie überall die
Sympathie in Deutschland, die sie im reichen Maße früher hatten.
Bis Rabin von den jüdischen Nazis ermordet wurde, hatte man Hoffnung auf
einen Frieden für beide Seiten.
Es gibt nur eine Lösung. Die strikte Trennung der Palästinensergebiete
ohne jüdische Pfähle (Siedlungen) im Fleisch. Meinetwegen auch mit
Stacheldraht und Minen, damit keine jüdischen Zivilisten mehr gefährdet
sind. Die Vatikanisierung Jerusalems unter der Kontrolle der United
Nations (wer sonst?) mit wechselseitiger Oberhoheit über die heilige
Stätte dreier Religionen, die sich zur Zeit eher Amok laufen und sich
teuflisch aufführen. Daher hat das mit einem Gott nichts zu tun, das wäre
Gotteslästerung.
Auch dem in Belgien angeklagten Kriegsverbrecher (Shatila) Adolf Sharon
sollte bekannt sein, dass wer zum Schwert greift, durch das Schwert
umkommt. Diese Hybris hatten wir Deutschen auch und haben teuer bezahlt
und zahlen heute noch. Scharon schändet das Andenken an Millionen von
jüdischen Opfern. Israel und seine jüdischen Bürger haben das nicht
verdient.
v. Faltin
Bad Reichenhall
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Was mich angeht, so mache ich mir vor allem Sorgen,
wie wir bei der nächsten WM abschneiden werden. Wir
spielen gegen die Isländer und die Faröer, zwei echte
Angstgegner. Haben wir das wirklich verdient?
HMB, 22.2.2oo2
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