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Die Achse des Guten

Mikolaj Sekutowicz

Manch mal muss man ganz
genau hinsehen

I. Online-Tickets an der Volksbühne

Auf der Webseite der Volksbühne gibt es ein Forum. Einer der letzten Einträge ist vom 19.01.05. Er ist kurz und bündig und erlaubt, zusammen mit den Folgebeiträgen, einen ungewöhnlichen Blick auf Anspruch und Wirklichkeit des führenden deutschen Theaters östlicher Prägung. Der Eintrag lautet schlicht: »wo kann ich hier online tickets bestellen???« (Die Orthografie wurde wie im Original belassen.) Es folgen zwei Antworten der Volksbühne, die erste nach acht Tagen. Am 27.01.05 schreibt der »Besucherservice«: »Wenn unsere Internetseite aufgeht, auf der linken Seite, unter KARTENKAUF...« Und die zweite (doppelt hält besser) erfolgt am 31.01.05 von einer Instanz, die sich »pr und öffentlichkeitsarbeit volksbühne« nennt: »karten reservieren Sie unter Praxis Vorverkauf.« Die beste Antwort ist aber die von »Mike«. Er schreibt: »Ich hab auch nix gefunden aber das mag ja noch nichts heißen ... manch mal muss man ja nur ganz genau hinsehen :-)«

Volksbühne-Forum

Manchmal muss man nur ganz genau hinsehen. Diese Antwort ist von dem lapidaren Humor gekennzeichnet, der sich darauf beschränkt, den alltäglichen Wahnsinn einfach festzustellen, in der Hoffnung, das wäre zur allgemeinen Belustigung schon vollkommen ausreichend. Und die Hoffnung täuscht nicht. Die Volksbühne hat nämlich gar keine Online-Tickets im Angebot.

Alles was man unter dem Menü »Kartenverkauf« erreicht, ist eine Internetseite, auf der der Besucher die Möglichkeit hat zwischen Telefonbestellung, Faxbestellung und einem Webformular zu wählen, damit ein »Billet« (so nennt man das anachronistisch bei der Volksbühne) reserviert wird, das man dann mindestens 3 Tage vorher am Kassenschalter abholen kann. Das Webformular zählt übrigens genau 40 Felder. Ich würde gerne wissen, wie viele Theaterbesucher seit Einrichtung der Webseite ihr »Billet« für die Volksbühne über dieses Formular reserviert haben.

Im Gegensatz zu dieser umständlichen Methode eine Theaterkarte zu reservieren, die wohl nur für komplett gelähmte und gleichzeitig äußerst computerbegabte Leute wie Stephen Hawking von irgendeinem Nutzwert sein kann, ist ein Online-Ticket ein Ticket, das online geordert, bezahlt und bereitgestellt wird. So wie das Online-Ticket der Deutschen Bahn zum Beispiel. Die Volksbühne hat also gar keine Online-Tickets, dafür aber mindestens zwei Knalltüten, die in der Verwaltung arbeiten und im Ergebnis mit Ihrer Besucherservice- oder Öffentlichkeitsarbeit allerlei Verwirrung stiften. Denn sieht man genau hin: Das Onlineticket, dass genau betrachtet nur ein Ticketreservierungsformular ist, findet sich weder unter »Praxis Vorverkauf« noch unter »Kartenkauf«, sondern unter »Kartenverkauf«. Und sieht man noch genauer hin, dann stellt man fest, dass die, möglicherweise für einige äußerst sexy klingende Tätigkeitsbezeichnung »pr und öffentlichkeitsarbeit« ein zwar schön langes, doch nur ein sinnloses Doppelgemoppel ist.

Also Anspruch (Online-Ticket) ohne Wirklichkeit (Online-Ticket). Aber was sagt das schon über das so erfolgreiche Castorf-Theater?

Dazu muss man noch genauer hinsehen. Möglicherweise ist aber das an sich banale Versprechen Online-Tickets bereit zu halten, gepaart mit dem Wunsch und der sicher aufrichtigen Überzeugung es auch wirklich zu tun und weiterhin gepaart mit ein wenig Unverstand - möglicherweise sind dies oberflächliche Symptome, die als pars pro toto auf eine tiefere, wenn nicht Krankheit, dann zumindest Heiserkeit der Volksbühne auch in ihrem eigentlichen Inneren hindeuten?

II. Der Marterpfahl

Das letzte Stück, das ich an der Volksbühne gesehen habe heißt der Marterpfahl und wurde von Frank Castorf inszeniert. Es behandelt eine Vielzahl unterschiedlicher Themen. Ausgangspunkt ist zunächst der Roman von Friedrich von Gagern, über Wetzel, den wilden Deutschen unter den Indianern. Eingang in die linksintellektuelle Welt des Volksbühnen-Theaters fand dieses Stück Literatur dadurch, dass Heiner Müller es als Kind gelesen hat. Außerdem kommen vor: Die wilde Aggressivität der Deutschen, ihre Suche nach einer Identität außerhalb der eigenen Nationalität, die Identifikation der deutschen mit den Indianern, die deutsche Identität in Gestalt von Brahms-Liedern, der Holocaust und seine Relativierung angesichts des Leidens der Menschen in Afrika, die Folterszenen von Abu Ghraib, Countrymusik vs. das erwähnte deutsche Liedgut von Brahms, die Demütigung der DDR-Bürger mit Begrüßungsgeld, der Wildwestkapitalismus der BRD, der sexuell motivierte Sadismus speziell und der des Kapitalismus im Allgemeinen, die Gestaltwerdung beider in Abu Ghraib, im Holocaust, im Begrüßungsgeld und in Sophie Rois. Außerdem: ein Pferd und zwei Hunde.

Mit Sicherheit habe ich den einen oder anderen Aspekt vergessen oder mangels Vorbildung nicht erkannt. Es ist halt mehr drin, in so einem Volksbühnen-Theaterstück, als man denkt. Man muss nur ganz genau hinschauen. So wie Mike es uns ja auch nahe legt.

Und schaut man ganz genau hin, dann sind es nicht, wie man zunächst meinen könnte, wahllos irgendwelche Themen, sondern es sind die typischen, zivilisationspessimistischen Themen, mit denen sich die deutsche Linke gerne und fast ununterbrochen beschäftigt. Der Katalog dieser Themen ist beschränkt und kreist trotz, oder wegen aller Gesellschaftskritik vor allem um drei Begriffe: deutsche Identität, linke Identität und die Identität der deutschen Linken. Alle drei sind schwer gefährdet und haben einen gemeinsamen Feind: den bösen Coca-Cola Kapitalismus mit seinen wild-west-amerikanischen Kultureinflüssen.

Vor lauter Langeweile wegen der ganzen deutschen Selbst- und Identitätsfindung bleibt einem während des Stückes eigentlich nicht mehr übrig, als die interessierten Sinne auf einen anderen Gegenstand zu lenken: das Publikum. Im restlos ausverkauften Volksbühnen-Parkett sitzt es. Die, die keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten, sitzen auf dem Boden oder stehen an den Wänden angelehnt. Es ist ein bisschen wie bei einer Erstsemester-Vorlesung an einer deutschen Massenuniversität. Nicht besonders hochwertig, aber brechend voll.

Eine Massendynamik entsteht kurz, als ein alter Gaul auf die Bühne geführt wird und markiert durch ein Ah und Oh und viele Lacher den Klimax spontaner Publikumsreaktion. Hier macht ein Großteil der Anwesenden sich bemerkbar und unterstreicht gleichzeitig durch ein kollektives Wiehern, dass es simple doch am schönsten ist. Mensch, denk´ bloß: ein Pferd auf der Bühne. Wirklich ein toller Regieeinfall denke ich: sein Publikum so gekonnt als Herde von Dieter Hallervorden Fans zu entlarven.

Auch ansonsten sind die Lacher wie immer aufschlussreich und wie meistens nicht ohne eine gewisse Peinlichkeit. Man hört sie, wie so oft bei Castorf Stücken, meistens doch eher vereinzelt in sich hineinlachen. Denn eigentlich ist das Castorf-Theater ein Wiedererkennungstheater auf hohem Niveau - wenn nicht grad ein echter Gaul auf die Bühne geführt wird. Wer unter all den, teils verklausulierten Andeutungen und Anspielungen, einen »linken Diskurs« wieder erkennt, der signalisiert durch sein lautes und einsames »ho, ho, ho«, dass er die Wiedererkennungsarbeit erfolgreich geleistet hat und somit mit den Machern auf einer Wellenlänge tickt und den anderen was voraus hat.

Am schönsten lassen sich provokante Heiner Müller Zitate wiedererkennen. So zum Beispiel, als der dicke Schauspieler auf einmal sehr ernst ins Publikum schaut und sagt, dass es Hitlers eigentlicher Fehler war, den Holocaust in Europa zu machen, ein anständiger Mensch täte das in Südamerika oder Afrika. Dann fixiert der Dicke noch einen bedeutenden Augenblick lang das Publikum und macht auf dem Absatz kehrt. Ho, ho, ho erschallt es vereinzelt aus dem Publikum. Ho, ho, ho. Holocaust in Südamerika oder Afrika. Ho, ho, ho - wir haben verstanden. Sehr witzig. Linksintellektuelles deutsches Identifikationstheater, wie auch immer man das hier verstehen möchte.

Und verstehen kann man solche Sätze ja auf vielfältige Weise. Man darf nur nicht fragen: Wie war das hier eigentlich gemeint? Denn bei der Volksbühne werden vorgefertigte Lösungen selbstverständlich nicht geliefert. Eindeutige Positionen lieber nicht bezogen. Aussagen nur zur freien Interpretation gestellt, auf dem Markt der Möglichkeiten. Und der Markt hat ein fast kapitalistisch breit gefächertes Angebot. Es ist ein ständiges, leicht drückebergerhaftes und verschämtes »Ich stell das mal einfach in den Raum«. Alles auf der Bühne geschieht mit dem typischen, mittlerweile vorherrschenden sarkastisch-ironischen Unterton, dem Augenzwinkern, dessen perfektes Beherrschen mittlerweile schon zur Einstellungsvoraussetzung für Fernseh-Moderatoren geworden ist.

Was ist das überhaupt für eine Haltung, fragt man sich. Ist es eine laissez-faire Haltung, die ihren Ursprung einfach in der Unlust hat, Positionen zu beziehen und zu verteidigen? Ist es eine Haltung, die denen, die sie einnehmen helfen soll mit einer empfundenen Komplexität der Welt zurechtzukommen, also im Unvermögen zu begründen, die Welt soweit zu verstehen, dass Positionen bruchlos eingenommen werden könnten? Oder ist es eine Alibihaltung, die ein Alibi liefern soll für Tabubrüche, für die es ansonsten auf die Pfanne gibt, die aber aus dieser Haltung gemacht werden können, weil der Tabubruch selbst nur eine Interpretation des Zuschauers ist und das Gemeinte ja auch gerade im Gegenteil des Tabubruches gesehen werden könnte? Für eine Alibihaltung spricht, dass es jedenfalls eine typisch deutsche Haltung des Opportunismus wäre.

Das Vermeiden die eigene Positionen auch zu beziehen, sich den Schuh gewissermaßen anzuziehen, wenn man ihn, obwohl er stinkt, schon die ganze Zeit mit sich rumschleppt, wird theoretisch im Gegenentwurf zum ungewollten Bildungsbürger-Moralvorstellungstheater begründet, das vorgekaute Positionen serviert und verkommt doch dort, wo es die eigene Position aus bloßer Unlust, aus Unvermögen und am schlimmsten: aus Opportunismus nicht einnehmen mag, zur Karikatur der eigenen Kritik am viel gescholtenen bürgerlichen Theater.

III. Der Heinermüllerismus

Aber es ist ja auch nicht so, dass man die Positionen der Volksbühne nicht trotzdem alle Nase lang durchschimmern sehen würde. Und was da durchschimmert ist der irre Heinermüllerismus, leider das morsche ideologische Fundament des an sich wagemutigen und stellenweise auch faszinierenden Volksbühnen-Theaters.

Im Heinermüllerismus geht es ganz besonders um Suchen und Versuchen. Gesucht und versucht wird vor allem der Blick auf die Alternative zum Urtraum des Sozialismus, der verschwommenen Kindheitserinnerung des sozialutopischen, linkstraditionellen Kollektivs. Und der Blick ist konsequenterweise genauso wie die Alternative: höchst pessimistisch. Denn die Alternative heißt Kapitalismus. Und wenn man versucht einen Blick auf den Kapitalismus zu werfen, dann sieht man sofort rot, vor lauter Blut, verstümmelten Leichen, gefolterten Irakern, oder eben skalpierten Indianern - je nachdem wohin man gerade guckt. Denn der Kapitalismus ist für Frank Castorf und alle Heinermüllianer gleichbedeutend mit einem tierischen Fressen und Gefressenwerden, einem einzigen grausamen Schlachtfest, einer triefenden, roten Spur von Blut durch die Weltgeschichte.

Und leider prallt die Wirklichkeit an diesem Heinermüllerismus ab, wie der gut gemeinte Rat an einem pubertierenden Jugendlichen.

Heiner Müller verdanken wir so schaurige und unsinnige Thesen wie: »Das Problem dieser Zivilisation ist, dass sie keine Alternative zu Auschwitz hat«, mit welcher Frank Castorf seine Regiearbeit (Marterpfahl) intellektuell unterfüttert. Würde Heiner Müller heute noch Zigarren qualmen, dann hätte er wahrscheinlich in einer rauchfreien Minute bedeutungsschwer behauptet, dass es das Problem unserer Zivilisation ist, dass sie keine Alternative zu den WTC-Anschlägen oder dem Tsunami hat. Das Problem der Heinermüllianer ist, dass es durchaus eine Alternative zum Heinermüllerismus gibt und diese aber trotzdem nicht davon loskommen können.

In der Tradition der unfreiwilligen Gesamt-Groteske Heiner Müller, versuchen Heinermüllianer es ihm gleichzutun und den größtmöglichen Unsinn zu verzapfen. Je absurder die These, je brutaler, je pessimistischer und je unsinniger die Aussage selbst und gleichzeitig je wohlklingender die düstere Wortkomposition, welche sie plakativ tragen soll, desto erfolgreicher das Nacheifern hinter dem Meister. Gerne zitieren Heinermüllianer zum Beispiel Adolf Hitler als den berüchtigten Wirtschaftsexperten, der er nie war: »Der Lebensstandard der weißen Rasse kann nur gehalten werden, wenn der der anderen Rassen sinkt« (Volksbühne zu »Der Marterpfahl«). Zwar entbehrt so eine Aussage jeder geltenden wirtschaftswissenschaftlichen Grundlage, aber: was soll's. Schließlich sind wir nicht an der Volksbühne um Volkswirtschaft zu studieren. Und es klingt halt für den linken deutschen Kulturpessimisten zu schön, dass es wahr sein muss, wenn man sagen kann: »Hitler, Stalin und die westliche Demokratie bieten nur verschiedene Modelle an, das Prinzip durchzusetzen« (Volksbühne zu »Der Marterpfahl«). Es erübrigt sich zu sagen, dass es das böse Prinzip ist, das dem Kapitalismus innewohnt. Denn: Hitler, Stalin und die westlichen Demokratien - vom Prinzip her alles dasselbe. Das ist Heinermüllerismus pur.

Vielleicht ist es einfach nur ein Weg für die doch gutmeinende deutsche Linke ihr immer schon sehr nationales Selbstverständnis zu restaurieren. Es ist halt ein Kreuz mit der eigenen Geschichte: Nach dem Urgroßvater und Großvater begeistert in zwei Kriege marschiert sind, die sie dann verloren, wollte der Enkel es besser machen und hat »Ho Ho Ho Chi Minh« skandiert (Westen) oder bei der FDJ mit dem antifaschistischen Fähnlein gewedelt (Osten) oder hier wie da den antifaschistischen Schutzwall gelobhuldigt und inbrünstig sozialistische Aufbruchslieder gesungen, jedenfalls aber den Sozialismus irgendwie besser gefunden. Und nu, leider, leider: doch wieder außer Stasi nichts gewesen. Wieder auf den falschen, weil bösen Gaul gesetzt. Und, was wahrscheinlich noch schlimmer ist: wieder ist der Gaul unterm Reiter zusammengebrochen. Die neuere deutsche Geschichte ist, jedenfalls für jemanden mit einer halbwegs normalen moralischen Grundausstattung, ein einziges moralisches Desaster.

Vielleicht ist der Kulturpessimist Heiner Müller insofern ein Sinnbild für die Linke, die im Grunde von einem moralischen Selbstverständnis geleitet ist und daher auch von ebendiesem Scheitern des Deutschen Reiches, der Nazi-Diktatur und vor allem von ihrem eigenen, im Glauben an die kommunistischen Diktaturen und Diktatoren, so unverwunden stark betroffen ist? Möglicherweise resultiert daraus auch das fast ausnahmslos bei der Linken so manisch ausgeprägte Bedürfnis, die ganze Zeit das Scheitern der Zivilisation im Allgemeinen und das der Anderen im Speziellen zu suchen und es, wo es sich nur bietet, dankbar aufzugreifen, anzuprangern und bestenfalls zum Prinzip zu erheben. Wider die eigene Schmach muss das Böse überall gesucht werden und ganz besonders natürlich bei den so unverschämt siegreichen Amerikanern. Die mögen zwar den Krieg gewonnen haben, aber den moralischen Sieg lassen wir sie nicht davontragen! Man plagt sich halt mit der nationalen Schuld rum und mag sie irgendwie nicht haben, jedenfalls nicht ganz alleine schultern. Denn trotz aller Lippenbekenntnisse und Rituale gegen das Vergessen sucht man doch bei jeder Gelegenheit das nationale Dilemma vergessen zu machen und sich selbst, durch das Verorten des Bösen im Anderswo, doch noch als guten Deutschen und besseren Menschen zu definieren.

Und in diesem Sinne wird auch das erwähnte Heiner Müller Zitat vom Holocaust in Afrika ganz und gar verständlich: Nicht wir Deutschen haben den Holocaust gemacht, sondern das böse kapitalistische System hat den Holocaust einfach schon genetisch einprogrammiert. Und zwar ohne Alternative. Das erklärt und entschuldigt so manches. Jedenfalls aus der Heiner-Müller-Perspektive.

Und aus dieser Perspektive versucht denn auch Castorf einen »politisch obsessiven Blick auf die Alternativen zum Sozialismus zu werfen, wie sie sich heute abzeichnen zwischen Wildnis und Barbarei« (Volksbühne zu »Der Marterpfahl«). Das ist der Anspruch. Was er dadurch in Wirklichkeit freigibt, ist den Blick auf das kollektive Seelenleben der ost-west-deutschen Linken, das von gedanklichen Kuriositäten geprägt und dem jeder Realitätssinn verloren gegangen ist.

Und dafür ist die Überzeugung der Volksbühne, dass sie für ihre Besucher Online-Tickets anbietet, auch wieder irgendwie symptomatisch - in beiderlei Hinsicht. Man muss halt nur ganz genau hinschauen.

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